Qualitätsprodukte - 27. Januar 2017
Allerlei Köstliches frisch vom Grill

Wer beschließt, seinen Grill mit Fleisch zu belegen, dem sei geraten, beim Metzer des Vertrauens nachzufragen, was er denn anzubieten hat.

Das Fleisch sollte bestmöglich regional sein, gut abgehangen und einen gewissen Fettanteil haben. Fettränder sind Geschmacksträger und gehören gerade bei Schweinefleisch mit auf den Grill. So bleiben die Säfte und der Geschmack des Fleisches erhalten. Wer es nicht mag, kann es vor dem Verzehr wegschneiden. Vor allem bei verpackten Truthahnschnitzeln besteht die Gefahr, dass sie ungleich geschnitten sind. Grillt man sie, trocknet die dünne Seite völlig aus. Machen Sie besser Geschnetzeltes daraus, somit bleiben alle Stücke schön saftig. Tipp: Fertig mariniertes Fleisch aus dem Supermarkt vertuscht oft die wahre Qualität. Grillen Sie lieber weniger Fleisch, achten Sie dafür auf die Qualität und bringen Sie Abwechslung auf den Grill.

Die richtige Marinade
Absolut falsch ist es, das Fleisch in Öl zu legen. Öl isoliert und verhindert das Einziehen von Gewürzen. Besser eignen sich Trockenmarinaden, mit der man das Fleisch wenige Minuten vor dem Grillen einreibt. Gerne können selbstgemixte Gewürzmischungen verwendet werden. Tipp fürs Schweinefleisch: Rohrzucker, wenig Salz, Paprika, Knoblauchpulver, Pfeffer, Senfkörner, Chili und Vanille. Bei der Verwendung von Gartenkräutern sollte man darauf achten, dass die Platte nicht zu heiß ist, denn dann verbrennen sie. Damit die ätherischen Öle der Kräuter ihre volle Entfaltung erfahren, sollte man das Fleisch langsam garen.

Die passende Grilltemperatur
Wie heiß die Platte sein soll, das kommt auf das Fleisch an. Ein gutes Steak sollte auf einer ordentlich heißen Platte gebraten werden, damit sich die Poren schließen und der Saft nicht ausläuft. Klebt das Fleisch auf der Platte, ist es noch nicht wendebereit. Erst wenn es genug Röstaromen entwickelt hat und sich eine Kruste bildet, wird es gewendet – und das nur einmal. Tipp: Wenn man sehen will, ob das Fleisch durchgebraten ist, nie anschneiden, sondern ein Stechmessgerät verwenden. Beträgt die Kerntemperatur 54 Grad Celsius, ist es innen schön rosa. Erhöht sich die Kerntemperatur über 65 Grad, sollte man den Grillmeister feuern. Das Rind war schon tot, es muss nicht ein zweites Mal getötet werden.