Rezepte » Menüs - 1. März 2018
Ein kulinarisches Freudenfest

Kirchgang, Speisensegnung, Eiersuche: Für die Familien im Land ist  Ostern als wichtigstes Fest im Kirchenjahr vor allem von diesen Traditionen geprägt. Ein Grund mehr, daraus auch ein kulinarisches Highlight zu machen.

Für die Kinder ist die größte Freude wohl  noch immer die Suche nach den bunt gefärbten Eiern. Für die Erwachsenen  hingegen ist Ostern vor allem ein einziges Freudenmahl, bei dem natürlich auch traditionelle Speisen wie ein zartes  Osterkitz, ein deftiger Osterschinken mit einer Prise  geriebenem Kren oder ein ofenfrischer Fochaz nicht fehlen dürfen.

Je nach Region und Familientradition sind die Speisen, die an Ostern zur „Speisensegnung“ (oft auch „Fleischweihe“ genannt) gebracht werden, unterschiedlich zusammengestellt. Fehlen dürfen aber nie die Ostereier und das Osterbrot. Mit dieser Segnung wird in der Kirchenliturgie die Fastenzeit  beendet,  im bairisch-tirolischen Raum ist dieser Brauch bis ins 7. Jahrhundert zurück belegt.

Ganz anders als der Osterhase, der erst seit 300 Jahren hochoffiziell als „Eierlieferant“ unterwegs ist.  Aber auch die Römer und Germanen verehrten „Meister Lampe“ als  Fruchtbarkeitssymbol – ähnlich wie im christlich-jüdischen Ritual das Osterlamm als Symbol für die Auferstehung Jesu Christi steht.

Bei allem religiösen Ursprung der Köstlichkeiten, die auf eine festlich  geschmückte Ostertafel kommen, zählt heutzutage aber auch die Herkunft der Speisen.  Wer also ein Lammkotelett zubereitet, sollte großen Wert auf den regionalen Ursprung des Fleisches legen. Gleiches gilt auch für Osterschinken und Ostereier: Frisch vom Bergbauernhof  gibt es hierzulande beste Qualität, die sich auch als Gaumenfreude entpuppt.

Dann macht auch das Färben und eifrige „Pecken“ der Eier umso mehr Spaß, wie auch das  Backen eines Fochaz. Schließlich ist es in vielen Teilen des Landes noch immer Tradition, dass die Kinder von ihren Taufpaten an Ostern diese  süßen Brote geschenkt bekommen. Mädchen in Form einer Henne, Buben in Form eines Hasen. Und wer den Osterzopf selbst anfertigt (siehe Rezept rechts), kann auch noch eine weitere alte Tradition aufleben lassen. Denn früher fand sich an den harten Stellen eines Leibes meist ein kleines Geldgeschenk. Aber auch mit eingebackenen Eiern oder in einer besonders kreativen  Form – wie etwa als „süßes“ Osterlamm   – ist dieses Traditionsgericht  ein  Hingucker.

Osterbrot

Für den Hefeteig:

500 g  Mehl, 1 Würfel  Hefe, 200 ml  Milch, 75 g  Zucker, 1   Zitrone (die Schale davon), 125 g  Margarine (weich), 1 TL   Salz, 1   Eiweiß, 1   Eigelb, 1 EL  Milch, Zucker, (Hagelzucker) oder Mandelblättchen zum Bestreuen.

Zubereitung

Aus Mehl, Hefe, Milch und Zucker den Vorteig bereiten und abgedeckt 20 min gehen lassen.

Die übrigen Zutaten zugeben, zu einem glatten Teig verkneten, der nicht mehr klebt.

Wieder abdecken und etwa 1 Stunde gehen lassen.

Anschließend zu einem Zopf oder einem Kranz flechten, auf ein Blech legen, abdecken und nochmals ca. 30 min gehen lassen.

Eigelb mit Milch verschlagen, den Zopf damit bestreichen und mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreuen. Bei 200°C etwa 30 (Kranz) bis 40 (Zopf) min backen.

Mag sein, dass manch einer seinen Hefezopf immer so bäckt, bei uns ist dieses allerdings traditionell nur die Oster-Ausführung. Ansonsten kommen bei und in den Zopf nur 50, max. 100 g Butter.

Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Schwierigkeitsgrad: simpel
Kalorien p. P.: ca. 160 kcal

Lammkoteletts 

Zutaten

4 Lammkotelett(s), 2 EL Olivenöl, 2 EL  Butter, 8 Zehe/n Knoblauch (nach Belieben auch mehr), 1 Zweig Rosmarin, frisch, Salz, Pfeffer

Zubereitung

Die Knoblauchzehen schälen und ich Scheiben schneiden. Die Rosmarin-Nadeln vom Zweig streifen und nach Belieben klein schneiden oder ganz lassen. Das Olivenöl und die Butter in eine Pfanne geben, Knoblauch und Rosmarin dazu geben und bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten sanft schmoren lassen, so dass der Knoblauch so gerade anfängt Farbe anzunehmen. Knoblauch und Rosmarin mit einer Schaumkelle aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Jetzt die Hitze erhöhen und die Lammkoteletts in ca. 10 Minuten bei starker Hitze braten. Zum Schluss den Knoblauch und den Rosmarin wieder dazu geben und das Ganze kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

Arbeitszeit: ca. 20 Min.
Schwierigkeitsgrad: simpel
Kalorien p. P.: keine Angabe